Nicht für möglich gehalten
Da stand ich nun als Jugendliche am äussersten Rand einer Klippe - buaaah! Dieser Augenschmaus! Tief unter mir die Wellen des Meers, die gegen das Felsenriff schlagen. Ich bin begeistert. Viele Jahre später jedoch, hoch oben auf einem Berggipfel, überkommt mich zum ersten Mal die Höhenangst! Ich traute meinen Augen nicht: Ich, die ich bis anhin nichts scheute, konnte den Blick nicht ins weit unten liegende Tal werfen. Schiss und Schweiss. Seither wage ich mich nicht mehr an den äussersten Rand einer Klippe zu stellen.
„Ich traute meinen Augen nicht!" - unser Thema in der kommenden Dienstagnacht. Das inspiriert zu vielem: Natürlich sind all die willkommen, die im Wald Lichter gesehen haben oder ein Ufo am dunklen Himmel, diejenigen, die einen Engel oder ein Gespenst durchs Zimmer huschen sahen.
Oder die, die im Internet auf unrühmliche Bilder von sich selber stossen, die Schlimmes über sich selber lesen müssen. Oder der Schrecken - vielleicht auch die Freude - beim Treffen eines „Blind Date".
Oder man traute seinen Augen nicht, als man zufällig Liebes-SMS der Partnerin an einen andern Mann entdeckte; als man vom Fenster aus beobachtete, wie der Sohn einen andern Jugendlichen zusammenschlägt (oder umgekehrt: wie die eigene Tochter zusammengehauen wird); als man an der Hauswand eine wüste Spray-Botschaft vorfand.
Oder man traute seinen Augen nicht, als man ein völlig unerwartetes Geschenk überreicht bekam. Oder als man die Haustüre öffnete, und jene Person vor der Türe stand, die einst die grosse, grosse Liebe gewesen war.
Oder... - jetzt seid ihr dran: erzählt uns von Momenten, die ihr nie für möglich gehalten habt. Schon vor der Sendung könnt ihr uns anrufen, am Dienstag ab 23 Uhr auf 0800 00 22 20. Oder schreibt jetzt ein Mail an nachtwach@srf.ch.
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